Schwemmgut – KonsumKultur

Eine Analogie zum Vergänglichen

Schwemmgut – KonsumKultur, Eine Analogie zum Vergänglichen
Projekt für einen Werkbeitrag des Kantons St.Gallen, Amt  für Kultur, 2012

Schwemmgut, ob totes Holz, verrostetes Eisen, Glasscherben oder zerdrückte Konservendosen, es hat eine für mich starke Symbolik und steht für Vergänglichkeit, Zerstörung, das Ende. Es ist meine Absicht, das Thema in eine neue Form des künstlerischen Ausdruckes und in neue Zusammenhänge zu stellen. Die Analogie zur Konsumgesellschaft, zur Entsorgung von Abfall überall und jederzeit liegt nahe. Schwemmgut besteht aus Abfall jeder Art und Grösse, kaum beachtet aber vorhanden. Bei duzenden von Begehung an Schwemmholz-Orten war ich immer aufs Neue erstaunt über das Gefundene und Gesehene. Schwemmgut befindet sich aber auch an Orten, an denen wir täglich vorbeigehen. An der Bushaltestelle, am Bahnhof, in Parks oder auf drei Weihern. Seine Präsenz ist schon so normal, dass es kaum mehr Beachtung findet. Genau darum geht es mir. Ich möchte eine Installation entwickeln, die das Thema in den direkten Zusammenhang mit unserer Kosumkultur stellt. Schwemmgut wird zum Kosumabfall oder gar zur KosumKultur unserer Gesellschaft. Reale Gegenstände und/oder Fotos/Fotocollagen sollen in diesem Kontext zu einer Installation entwickelt werden. Sie soll die Wahrnehmung der Betrachter auf Dinge lenken, die sonst kaum beachtet und scheinbar unbedeutend da liegen. Und dies ohne mit dem Finger zu zeigen.